Tourismus in Peru

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Tourismus in Peru

Tourismus in Peru

Tourismus in Peru

Peru ist ein Anden-Staat in Südamerika. Im Westen grenzt das Land mit einem langen Küstenstreifen an den Pazifik und reicht östlich der Anden bis in das Becken des Amazonas hinein.

Bedingt durch seine Lage, der geschichtlichen Vergangenheit, der unberührten Natur im Amazonasbecken und den Bergen jenseits der 4.000 m Höhe, bietet das Land eine Vielfalt für jede Art Tourismus. So zieht es genauso Bergsteiger aus allen Nationen in das Andengebiet, wie Wildwasserpaddler und kulturell Interessierte, die die Hinterlassenschaft der Inka und ihrer Vorgänger besuchen. Auch Liebhaber des tropischen Regenwaldes kommen bei Expeditionen durch den Amazonasdschungel auf ihre Kosten. Das ganze Land ist gut erschlossen und bietet daher Pauschaltouristen ähnlich aufregende Erlebnisse wie Extremsportlern und Leuten die die Einsamkeit suchen.

Klassische Rundreise

Die wohl meist bereiste Route startet in Lima, mit ihren Kolonialbauten und Museen, führt dann nach Nazca zu den in den Boden gescharrten riesigen Figuren. Anschließend wird die Weisse Stadt Arequipa besucht. Die Stadt in der Stadt, das Kloster Santa Catalina, und Ausflüge ins Tal der Kondore stehen hier auf dem Programm. Danach geht es weiter nach Puno am Titicacasee. Neben Stadtbesichtigung erfolgen Ausflüge auf dem Titicacasee zu den schwimmenden Inseln der Uros, nach Taquile und der Sonnen- und Mondinsel. Der Höhepunkt der Reise ist Cuzco, mit den zahlreichen Hinterlassenschaften der Inka und ein nicht ganz billiger Tagesauflug zum Machu Picchu. Falls noch genug Zeit und Geld übrig bleibt, beinhaltet die Rundreise auch einen kurzen Abstecher in den Urwald, wofür der Manu Nationalpark herhalten muss. Danach geht es meistens zum Ausgangspunkt Lima zurück.

Sierra und Altiplano

Zu den landschaftlich schönsten Reisen in Peru zählt die Fahrt von Lima nach Cuzco auf dem Landweg. Gleich nach der auf 156 m über Meereshöhe liegenden Hauptstadt führt die Straße steil bergauf und erreicht nach 40 km den höchsten Punkt der Strecke mit 4843 m über dem Meeresspiegel. Bei einem kurzen Halt, meist um die extreme Höhe auf Fotos zu dokumentieren, verhalten sich Touristen sehr schnell wie Einheimische. Sie bewegen sich langsam und etwas schleppend. Laufen oder schnelles Gehen führt zu Luftschnappen, manchmal auch zu Schwindelgefühlen oder leichten Flimmern vor den Augen. Kaum ist der Pass überquert und die Bergbaustadt La Oroya erreicht, bietet sich dem Betrachter die wohl häßlichste Landschaft der Welt. Durch die massive Bergbauindustrie wurde die Umgebung der Stadt so massiv zerstört, daß jeder Besucher keinen anderen Wunsch hegt als hier weg zu kommen. Die nachfolgende Strecke über Huancayo bis nach Ayacucho entschädigt mit fantastischen Ausblicken und langgezogenen Tälern. Danach folgt der schönste Teil der Strecke bis nach Abancay. Die Straße pendelt hier zwischen 2500 und 4500 m über Meereshöhe und führt endlose Seitentäler entlang. Der Blickpunkt befindet sich fast ständig höher als die Gipfel der umliegenden Berge und erlaubt Ausblicke in gewaltige Canyons mit bis zu 2000 m Tiefe . Auf diesem Teil der Strecke wechselt die Cordillera Blanca, mit den schneebedeckten Gipfeln, in die Felsgipfel der Cordillera Negra über. Mit etwas Glück können Vikunjas beobachtet werden. Das Leben in dieser Höhe, ständig der Kälte ausgesetzt zu sein und die Entbehrungen zeichnen auch die Gesichter der Dorfbewohner. Hier sind sie eher zurückhaltend und reserviert gegenüber Fremden. Nur auf den monatlich oder manchmal wöchentlich stattfindenden farbenfrohen Märkten sind sie zugänglicher. Schließlich reisen sie dazu meist von weit her in die größeren Städte. Erst im letzten Abschnitt, dem kurzen Stück von Abancay nach Cuzco, wird der Einfluss des Tourismus wieder merkbar.

Der Norden Perus

Das Gebiet nördlich von Lima ist es Wert einen Besuch abzustatten. Neben den präkolumbischen Stätten Caral und Sechin, etwa 200 km und 400 km von Lima entfernt, führt eine Abzweigung in die Andenstadt Huaraz auf etwa 3000 m Höhe. Neben Chavín de Huantár befindet sich hier der Nationalpark Huascarán in dem sich auch der höchste Berg Perus, der Nevado Huascarán, befindet. Von hier aus können auch Abstecher in den fantastischen Bergregenwald bis nach Tingo Maria durchgeführt werden. An der Küste etwas weiter nördlich liegt die Stadt Trujillo mit der Chimu-Stadt Chan Chan, die zweite große Sehenswürdigkeit des Landes. Weiter nordwärts zweigt eine Straße ab nach Cajamarca. Diese Stadt war Hauptstadt des Inkareiches unter Atahualpa und das Zimmer mit dem Lösegeld ist noch heute zu sehen. Noch weiter im Norden, kurz nach der Stadt Chiclayo, führt eine Straße zu den Überresten der Chachapoya, einem hochgewachsenen, blonden, hellhäutigen Volk, daß bei der Ankunft der Spanier verschwunden ist. In der Stadt Lambayeque, nur etwa 10 Kilometer von Chiclayo entfernt, befindet sich seit kurzem auch das Museum "Señor de Sipán" welches eindrucksvoll einen Einblick in die Sipán-Kultur vermittelt. Das Grabmal, welches sich nahe des gleichnamigen Dorfes Sipán befindet ist auch im Nationalmuseum in Lima zu sehen. Ganz im Norden zwischen den Städten Piura und Tumbes an der ecuadorischen Grenze liegt schließlich das Badegebiet mit tropischem Klima.

Der Regenwald

Der Manu Nationalpark ist Ziel vieler Touristen von Cuzco aus. Das Gebiet um die Stadt Pucallpa ist aber weitaus interessanter. Von hier aus gibt es zahlreiche Touren in die umliegenden Indiodörfer, die noch weitgehend naturbelassen das Leben der Indianer widerspiegeln. Touren, die mindestens drei Tagen dauern, bringen die Besucher weit in das Dschungelgebiet hinein und erlauben die Beobachtung zahlreicher Tiere und die Entdeckung der artenreichen Pflanzenwelt. Dabei stehen das Fischen von Piranhas und des nachts das Fangen von Krokodilen im Einbaum auf dem Programm. Unterwegs wird in den Dörfern von den Indianern Nahrung eingekauft und je nach Jahreszeit Früchte des Regenwaldes gepflückt. Als einziges wird sauberes Wasser mitgebracht. Geschlafen wird in den einfachen tropischen Hütten oder auch mitten im Dschungel im Schutze eines Moskitonetzes. Tagelange Bootsfahrten auf Versorgungsfrachter den Rio Ucayali hinunter bis nach Iquitos unternehmen nur wenige, meist jungendliche, Touristen. Obwohl diese Fahren recht lange dauern, sind sie immer ein Erlebnis.

Inkatrail

Die wohl bekannteste Wanderstrecke in Südamerika ist der Inkatrail, der von Cuzco nach Machu Picchu führt. Dieser Weg wurde 1942 von der schwedischen Viking-Expedition unter Führung des Amerikaners Paul Fejos wiederentdeckt und nach und nach freigelegt. Heute existieren verschieden lange Varianten, je nachdem wo der Einstieg in den Wanderweg erfolgt. Bis zum Jahr 2001 konnte der Inkatrail alleine oder in Gruppen begangen werden. Aufgrund der Umweltbelastung durch Abfall und der Zerstörung historischer Stätten durch Lagerfeuer werden heute nur mehr geführte Touren zugelassen. Um den Nationalpark nicht zu schaden, wurde auch eine Beschränkung von 180 Personen pro Tag für den klassischen Inkatrail (500 Personen/Tag für alle Varianten zusammen) eingeführt. Diese Maßnahmen führten dazu, dass sich Wanderer etwa sechs Wochen im Vorhinein anmelden müssen, um einen Platz zu ergattern. Für die Wanderung am Inkatrail ist eine normale Fitness notwendig. Wegen der großen Höhe sollten ein paar Tage Aufenthalt in Cuzco eingeplant werden. Dies sollte nicht schwer fallen, da Cuzco zahlreiche Sehenwürdigkeiten in der näheren Umgebung bietet.

Bei Kilometer 88 der Eisenbahnverbindung Cuzco/Aguas Calientes beginnt der klassische Inkatrail. Er führt über drei Pässe, wobei der höchste Punkt 4.200 m erreicht. Inkaruinen und wunderbare Ausblicke auf die bergige Landschaft und des Regenwaldes machen diesen Wanderweg zum Erlebnis. Den Besucher erwarten wundervolle Orchideen, zahlreiche Kolibriarten und Wasservögel. Der Endpunkt wird nach vier Tagen erreicht und gipfelt in einem grandiosen Anblick: Machu Picchu liegt zu Füssen.

Einige touristische Orte

Lima: Die Hauptstadt Lima ist eine moderne Metropole am Pazifik. Während die Innenstadt von weltlichen und religiösen Bauwerken der Kolonialzeit geprägt wird (besonders erwähnenswert die teilweise gut erhaltenen Holzbalkone), dominieren in den Stadtteilen Miraflores und San Isidro Einkaufs- und Unterhaltungszentren. Besuchenswert sind sicherlich auch das Nationalmuseum (Museo de la Nación) mit großen Sammlungen der alten peruanischen Kulturen und das Goldmuseum (Museo de Oro). Am südöstlichen Stadtrand befinden sich die Ruinen Pachacamac der gleichnamigen Kultur. Interessant dabei ist der nach deren Unterwerfung durch die Inkas errichtete Sonnentempel an höchster Stelle der Ruinenanlage.

Huaraz: Huaraz ist das wichtigste Zentrum für Bergsteigen und Hochgebirgswandern in Peru, wenn nicht in Südamerika. Die Stadt liegt zwischen der Cordillera Negra und der Cordillera Blanca im Tal des Río Santa auf ca. 3090m Höhe. In dem schneebedeckten Gebirgszug der Cordillera Blanca gibt es mehr als 50 Gipfel, die 5700 m und höher sind. Neben mehrtägigen Trecks im Nationalpark Huascarán oder auf dem Llanganuco/Santa Cruz Trail kann man auf Tagestouren die Ruinen von Chavín de Huantár besuchen oder die gigantischen Puya Raimondii Pflanzen entdecken.

Casma: Casma ist eine kleine Stadt ca. 370 km nördlich von Lima. Viel zu bieten hat die Stadt nicht. Aber es ist ein kleines Abenteuer mit einem Mototaxi, dessen Fahrer gleichzeitig als Guide fungiert, die Ruinen der Umgebung zu erkunden. Zu den Bekannteren zählen hierbei die sehr alten Tempelruinen von Sechín mit einem kleinen Museum, Sechín Alto, Caral, die zur Zeit älteste bekannte Stadt des amerikanischen Kontinentes (1500 v.Chr.), und ein kleiner Geheimtipp, das Fort Chanquillo.

Trujillo: Folgt man der Panamericana Richtung Norden kommt man in die 660.000 Einwohner Stadt Trujillo. 1535 von Pizarro gegründet lädt das koloniale Zentrum der Stadt zum Verweilen ein. Unmittelbar vor der Stadtgrenze befinden sich die Ruinen der alten Chimu Hauptstadt Chan Chan. Die Besichtigung des Tschudi-Komplexes mit den relieffierten adoben Mauern und dem zugehörigen Museum sollte man sich keinesfalls entgehen lassen. Bei Lust auf noch mehr Ruinen laden die Tempelpyramiden in der Umgebung ein, die Größte ist La Huaca del Sol. Gut relaxen läßt es sich dann in Huanchaco beim Baden oder Wellenreiten mit Surfbrett oder "Caballito" (kleines Schilfboot, das schon die alten Moche zum Fischen nutzen.

Chiclayo: Die nächste größere Küstenstadt nördlich von Trujillo ist Chiclayo. In der schnellgewachsenen modernen Stadt gibt es wenig historisch Sehenswertes aber die Einwohner gelten als die freundlichsten in ganz Peru. Rund 20 KM von Chiclayo entfernt liegt Pimentel, ein Fischerdorf. Der Strand war früher sehr verschmutzt, lädt aber inzwischen - zumindest während des Sommers (Dezember bis Februar) wieder zum baden ein. Wer einmal einen Blick auf die "Caballitos del mar" die typischen aus Schilf gefertigten 1-Mann-Fischerboote werfen will, der kann dies mit einem Bummel über die ca 1 Km lange Strandpromenade verbinden. Man nimmt als Rucksacktourist am besten von Chiclayo aus ein sogenanntes "Colectivo". Dies sind alte amerikanische "Strassenkreuzer" welche bis zu 6 Passagieren befördern (niemals vorne einsteigen, dort ist man schnell zwischen dem Fahrer und dem 2ten Passagier festgeklemmt!) Der Fahrer wartet immer, bis das Colectivo voll ist! Daher sollte man versuchen ein Colectivo zu finden, welches schon teilgefüllt ist. Die Haltestelle für Colectivos nach Pimentel befindet sich an der Plaza "la Plazuela". Die Fahrt kostet aktuell 1 Sol pro Passagier und wird üblicherweise während der Fahrt entrichtet. Der Fahrer bittet um "pasaje" sprich "pasache" Wichtig ist, nur passend zu geben, da der Fahrer bei Scheinen gerne mal ablehnt oder man sonst aufpassen muss, dass das Wechselgeld nicht falsch ist! Man kann auch ein Taxi nehmen (nur ein Taxi akzeptieren, welches gelb ist, da dies die registrierten Taxis sind!) Der Fahrpreis wird wie überall in Peru auch vor der Fahrt mit dem Fahrer ausgehandelt! Er sollte nach Pimentel 10 Soles nicht übersteigen. Wenn der Fahrer eine gute Fahrt gemacht hat, kann man ihn (wenn man nur ca. 1/2 Stunde bleiben will) auch bitten, die Rückfahrt zu machen und zu warten. Dies wird in der Regel gerne angenommen, da der Fahrer ja in diesem Falle nicht Gefahr läuft ohne Passagiere zurückfahren zu müssen. Die Hinfahrt wird dennoch schon direkt nach der Hinfahrt bezahlt. Die archäologische Sensation wurde ca. 30 km südöstlich der Stadt entdeckt. Ein ungeplündertes königliches Grab der Moche-Kultur. In Lambayeque sind die wertvollsten Fundstücke des "Señor de Sipán" in einem Museum ausgestellt.

Cajamarca: Cajamarca ist ein Ort voller Geschichte. Sie war eine wichtige Inkastadt an der andinen Straße, die Cusco und Quito verbandt. Hier war es, wo Pizarro den Inca Atahualpa einsperrte, erpreßte und schließlich tötete. Die Altstadt bietet ein schönes koloniales Ambiente für leckeres andines Essen. Auf Touren in die Umgebung läßt sich die Ingenieurkunst der Inka entdecken, Höhlen mit Petroglyphen, ...

PIURA: Piura ist eine 340.000 Einwohnerstadt im Norden Perus. Sie ist ein wichtiges landwirtschaftliches Zentrum mit Reis,- Baumwoll- und Bananenanbau. Leider wurde die Stadt immer wieder von Naturkatastrophen, wie Erdbeben und Überschwemmungen heimgesucht, so daß vom kolonialen Zentrum nicht viel übrig ist.

Tumbes: Dicht an der ecuadorianischen Grenze liegt Tumbes. Die meisten Touristen kennen es nur von der Durchreise. In der Umgebung gibt es mehrere Naturschutzreservate, so zum Beispiel Santuario Nacional Los Manglares de Tumbes, das einzige Gebiet mit Mangroven in Peru. Ein Insektenschutzmittel ist hier überlebenswichtig!

Máncora: Máncora ist ein kleines Fischerdorf mit wunderschönen Stränden. Das ganze Jahr über ist es hier sonnig und in den Monaten November bis Februar ist der Ort der Tipp für Surfer.

Arequipa: Arequipa, die "weiße Stadt" zu Füßen des Vulkans El Misti ist eine Millionenstadt in 2350m Höhe. Sehenswert sind der Kolonialstil der Stadt, die Kathedrale und das Kloster Santa Catalina. Von Arequipa sind Bergtouren auf die umliegenden Vulkane El Misti (5822m) und Chanchani (6075m) möglich oder Ausflüge in die spektakulären Canyons des Río Colca und des Río Cotahuasi. Mit ein bisschen Glück läßt sich hier auch ein Kondor aus nächster Nähe beobachten.

Nazca: Etwa 500 km südlich von Lima im wüsten Küstenstreifen befindet sich die Stadt Nazca. Hier war das Zentrum einer preinkaischen Kultur, die noch vor den Inkas ihren Höhepunkt erreichte. Weltberühmte Zeugnisse der Nazca-Kultur sind, die in den Wüstenboden eingearbeiteten gigantischen Nazca-Linien. Erst aus der Luft sind die geometrische Formen (Dreiecke, Trapeze, Spiralen) und Figuren (Affe, Spinne, Vögel, Fische, Menschen) in ihrem ganzen Ausmaß zu erkennen. Die größte Figur erreicht eine Länge von 285 m. Die alten Nazca haben noch andere Zeugnisse ihres hohen Kulturstandes hinterlassen, z.B. die unterirdischen Wasserkanäle von Cantalloc, die Ruinen von Cahuachi.

Ica: Ica ist das Zentrum des peruanischen Weinanbaus. In dem milden Klima gedeihen verschiedene Sorten hervorragend. Ganz in der Nähe ist der kleine Ort Huacachina, eine kleine Oase umgeben von hohen Sanddünen. Bei einer Buggyfahrt geht es in halsbrecherischen Tempo die steilen Dünen hinauf und auf dem "Sandboard" in sanften Schwüngen wieder hinunter.

Pisco: Der Geburtsort des peruanischen Nationalgetränkes Pisco Sour ist Pisco und hier schmeckt er auch am besten. Vom Nachbarort Paracas starten Boot zu den Islas Ballestas. Die bizarr geformten Felsinseln sind Teil des Nationalparks Paracas und ein Refugium für mehr als 200 Vogelarten, wie Blaufußtölpel und Kormorane. Mit ein bischen Glück kann man auch Pinguine, Seelöwen, Delphine und Wale beobachten. Zurück an der Küste, nur vom Wasser sichtbar, ist der riesige "Candelaber", eine flach in den Sandstein eingearbeitete Figur.

Allgemeine Reisetipps

Grundsätzliches

Grundsätzlich gilt: Wer steril lebt, entwickelt keine eigenen natürlichen Abwehrkräfte. Trotzdem sind einige Richtlinien zu beachten, weil in unseren Breiten unser Körper nur Abwehrkräft entwickeln kann mit denen er konfrontiert wird. Daher gibt es allgemeine Maßnahmen, die eingehalten werden sollten.

 

  • Nie offenes Wasser oder Fruchtsäfte trinken und Eiswürfel in Getränken vermeiden.
  • Kein Eis, keine Salate oder unschälbares Obst essen.
  • Vitaminreich ernähren, durch Orangen, Mandarinen, Bananen, Ananas, Papayas, usw.
  • Vorsicht beim Baden im Amazonas oder in stehenden Gewässern, auch wenn Einheimische dort schwimmen.
  • Keine übertriebene Angst im Urwald vor Schlangen, Skorpionen und Spinnen. Meistens sind sie selten zu sehen.
  • Unbedingt Kondome verwenden. Die Ansteckungsrate mit diversen Geschlechtskrankheiten ist sehr hoch.
  • Bei einer ernsthaften Erkrankung sich in Botschaften, Konsulaten und großen Hotels nach einem Arzt erkundigen. In größeren Städten sind die Krankenhäuser sehr gut und besitzen europäischen Standard.

Reisezeit

Grundsätzlich gibt es für das gesamte Land keine gleich günstige Reisezeit. Während unserer Sommermonate sorgt der kühle Humboldtstrom dafür, daß die westliche Pazifikküste unter einer dichten Nebeldecke liegt. Ausgenommen ist nur das kleine Gebiet nahe der Grenze zu Ecuador. Jenseits der Anden und im Amazonasgebiet herrscht dagegen um diese Zeit der prächtigste Sonnenschein. Dem Wetter nach sind die Monate Juni, Juli und August daher optimal um Cuzco und Machu Picchu zu besuchen. Getrübt wird diese Tatsache dadurch, daß es um diese Zeit auch die meisten Touristen hinzieht. Dezember bis April strahlt die Pazifikküste unter der Sonne, während die Regenzeit zahlreiche Straßen östlich der Andenkette unpassierbar macht und niedrige Temperaturen in Cuszo beschert.

Impfungen

In vielen Fällen wird über das Thema Gesundheit in Zusammenhang mit Peru mancherlei Unsinn verbreitet. Fundierte Auskünfte erhält jeder in den Tropenmedizinischen Instituten. Diese wissen auch Bescheid in welchem Zeitrahmen bzw. Zeitabständen die Impfungen verabreicht werden dürfen und erstellen einen individuellen Impfplan. Zwei bis drei Monate vor der Einreise sind notwendig, um die Impfungen wirksam durchführen zu können.

Gegen Gelbfieber sollte sich jeder impfen lassen, der einen Abstecher in die betroffenen Urwaldgebiete plant. Auskünfte erteilen das Gesundheitsamt und die jeweiligen Tropenmedizinischen Institute. Bei der Einreise wird diese Impfung manchmal kontrolliert (Gelbfieberimpfung darf nur in bestimmten Instituten durchgeführt werden und wird in einem eigenen Impfpass bestätigt). Allerdings ist diese Impfung auch rund um die Uhr auf dem Flughafen in Lima erhältlich und zudem billiger als bei uns. Gegen Wundstarrkrampf (Tetanus) sollte auch in unseren Breiten jeder geimpft sein. Kleine Verletzungen sind schnell passiert. Das gleiche trifft für Kinderlähmung (Polio) und Hepatitis zu. Empfehlenswert ist auch eine Impfung gegen Typhus. Individualreisende, die entlegene Dörfer aufsuchen oder im Dschungel unterwegs sind, sollten sich zusätzlich gegen Tollwut impfen lassen. Einige dieser Impfungen sind in einem Kombi-Serum vereinigt, so dass sich die Anzahl der Stiche in Grenzen hält.

Höhenkrankheit

Die dünne Luft oberhalb von 4000 m kann einem Menschen schwer zusetzen. Kopfschmerzen, Schlappheit und Müdigkeit sind Zeichen mangelnder Akklimatisation und vergehen nach ein paar Tagen. Hingegen sind schwere Kopfschmerzen, Atemnot, Herzklopfen, Übelkeit, Appetit- und Schlaflosigkeit Warnzeichen einer drohenden Höhenkrankheit. Dann hilft nur mehr Beatmung mit Sauerstoff und Abtransport in tiefer gelegene Gebiete. Die einheimischen Empfehlung, Kokablätter zu Kauen, nutzt da nur wenig. Grundsätzlich bewegt man sich auf großer Höhe nur langsam und mit Bedacht.

Kriminalität

Wie in jedem anderen Land, daß von Touristen besucht wird, findet die Kriminalität eine Quelle andere zu übervorteilen. In den meisten Fällen sind es Trickbetrüger, die dabei zum Zug kommen. Bei großen Menschenansammlungen auf Märkten, bei Fiestas und auf Bahnhöfen droht deshalb Gefahr. Ein Nickerchen während einer Busfahrt, ein unaufmerksamer Augenblick während des Fotografierens oder Einkaufens kann jemand vom überflüssigen Gepäck erlösen und den Rest der Reise ziemlich vermiesen. Keine Gepäckstücke im Mietauto liegen lassen, auch wenn es noch so kurz ist. Ablenkung und Gedränge sind, wie bei uns auch, noch immer die gefährlichsten Situationen. In manchen Städten, wie in Cuzco, gibt es eine eigene Touristenpolizei, die des nachts das Zentrum überwacht und für Schutz sorgt.

Verkehrsmittel

Das öffentliche Verkehrsnetz ist in Peru gut ausgebaut. Zahlreiche Buslinien bieten zu günstigen Preisen Transportmöglichkeit in Luxusbussen an und sind oft eine bessere Alternative als die Zugverbindungen. Jedenfalls sollten die Tickets rechtzeitig, am besten einen Tag vorher, besorgt werden. Mit dem Flugzeug zu reisen ist in Peru weit verbreitet und wesentlich billiger als bei uns. Alle größeren Städte werden mit modernen Maschinen angeflogen. Dschungelflieger verbinden die Dörfer im Amazonasgebiet mit den Städten. Dabei ist es dem jeweiligen Piloten überlassen bei Schlechtwetter einen Flug durchzuführen. Das kann schon zu Verspätungen von ein paar Tagen führen. Sammeltaxis (Colectivos) stellen eine billige Variante des Reisens über Land dar. Sie fahren erst ab, wenn genügend Passagiere zu transportieren sind. Als Städteverbindung an der langgestreckten Pazifikküste sind sie durchaus üblich. Taxis sind ebenfalls preiswert, jedoch ist es ratsam den Preis vorher auszuhandeln. In abgelegenen Gegenden, vor allem im Hochland, bieten Pferde eine Reisemöglichkeit, die sowohl gemietet, wie auch gekauft werden kann. Am Zielort wird das Pferd wieder verkauft. Im Bereich des Amazonas und seinen Zuflüssen überwiegen Boote als Transport- und Verkehrmittel. Viele Dörfer sind anders nicht zu erreichen und deshalb auf die Boote angewiesen.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel zum Tourismus in Peru aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.