Afrika

Der afrikanische Kontinent steckt voller Kontraste, mit einzigartigen Landschaften und einer großen kulturellen Vielfalt. Über eine Milliarde Menschen bevölkern mittlerweile ein Gebiet, das mit 30,3 Millionen km² dreimal so groß ist wie Europa. Afrika wird auch als die Wiege der Menschheit bezeichnet und blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Die ältesten Spuren menschlicher Besiedelung wurden auf dem schwarzen Kontinent entdeckt, wo sich die Entwicklung zum modernen Menschen vollzog. Mit dem antiken Ägypten entstand eine der frühesten Hochkulturen der Menschheit, später folgten muslimische Großreiche und schließlich die Kolonisation durch Europa. Trotz der in den 1950er Jahren einsetzenden Unabhängigkeit der afrikanischen Staaten ist die politische Lage wegen korrupter Regime, mangelnder Infrastruktur und klimatischer Probleme häufig instabil. Die künstliche Grenzziehung des europäischen Imperialismus war nicht in Einklang zu bringen mit der ethnischen Vielfältigkeit Afrikas.

Geographisch grenzt der Kontinent im Westen an den Atlantik, im Norden an das Mittelmeer und im Osten an den Indischen Ozean und das Rote Meer. Die Küsten erstrecken sich auf einer Länge von 30.490 km. Die riesige Sahara-Wüste gilt als Trennpunkt zwischen den Ländern Nordafrikas und dem südlichen Schwarzafrika. Rund um den Äquator sind große tropische Regenwaldgebiete mit einzigartigen Ökosystemen gelegen. Südlich der Sahara und in Ostafrika erstrecken sich riesige Savannen- und Trockenwaldregionen. Eine Besonderheit Afrikas ist der hohe Artenreichtum an großen Säuge- und Raubtieren sowie Primatenarten. Elefanten, Nashörner, Löwen und Gorillas sind in den afrikanischen Naturlandschaften beheimatet. Diese einzigartige Fauna wird zunehmend in Nationalparks und Reservaten geschützt und auch dem Tourismus zugänglich gemacht.