Provinzen und Territorien

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Provinzen und Territorien

Provinzen und Territorien

Kanadas Provinzen und Territorien

Die Provinzen sind die Gliedstaaten des kanadischen Bundesstaates. Sie haben ein hohes Maß an Selbständigkeit gegenüber der kanadischen Bundesregierung. Neue Provinzen können nur durch ein verfassungsänderndes Gesetz geschaffen werden. Die Territorien umfassen denjenigen Teil des kanadischen Territoriums, der zu keiner der Provinzen gehört. Sie haben weniger eigene Kompetenzen als die Provinzen. Neue Territorien können durch normales Bundesgesetz geschaffen werden.

Jede Provinz und jedes Territorium verfügt über ein Einkammerparlament und eine diesem verantwortliche Regierung unter Leitung eines Premierministers. In den meisten Provinzen und in den Territorien wird das Parlament als Gesetzgebende Versammlung (Legislative Assembly) bezeichnet,in Québec als Nationalversammlung (Assemblée nationale) und in Neufundland und Labrador als House of Assembly.

Als Repräsentant der Krone fungiert in den Provinzen jeweils ein Lieutenant governor, in den Territorien ein Commissioner.

Geschichte

Zum Zeitpunkt ihrer Gründung im Jahre 1867 bestand die kanadische Föderation aus den 4 Provinzen Ontario, Québec, Neubraunschweig und Neuschottland. Danach kamen folgende Provinzen hinzu:

 

  • 1870 Manitoba (vorher Teil der Nordwest-Territorien)
  • 1871 Britisch-Kolumbien (vorher eigenständige britische Kolonie)
  • 1873 Prinz-Eduard-Insel (vorher eigenständige britische Kolonie)
  • 1905 Saskatchewan (vorher Teil der Nordwest-Territorien)
  • 1905 Alberta (vorher Teil der Nordwest-Territorien)
  • 1949 Neufundland und Labrador (vorher eigenständige britische Kolonie)

Außerdem wurden folgende Territorien Teil der Föderation:

 

  • 1870 Nordwest-Territorien
  • 1898 Yukon (vorher Teil der Nordwest-Territorien)
  • 1999 Nunavut (vorher Teil der Nordwest-Territorien)

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