Maltas Politik

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Wahlen und Wahlverhalten

Die Wählerschaft der kleinen Mittelmeerinsel zeigt eine Gespaltenheit wie sonst nirgendwo. Nationalkonservative und Sozialisten stehen sich hier gegenüber, beide können auf eine stabile Wählerschaft bauen. Dadurch ist es auf Malta fast üblich, dass Wahlen nur knapp gewonnen werden. Präsident Edward Fenech Adami hoffte beispielsweise auf 57 Prozent Zustimmung für das EU-Referendum und sah dies als eine große Mehrheit an.

Die Parteizugehörigkeit wird auf Malta von Generation zu Generation fast schon vererbt.

Am 12. März 2003, also vier Tage nach dem Referendum zur EU-Erweiterung, fanden in Malta Parlamentswahlen statt. Dem Trend aus dem Referendum folgend-- wählten die Malteser mit 51,79 Prozent die Nationalkonservativen (PN) und mit 47,51 Prozent die Arbeiterpartei (MLP). Die dritte Partei, Alternattiva Demokratika (AD) erhielt mit 0,68 Prozent der Stimmen keinen Sitz im Parlament.

EU-Erweiterung

Nach der Wahlniederlage der Nationalkonservativen 1996 wurde die EU-Aufnahme von seiten Maltas um zwei Jahre verschoben. Malta wurde nach der Entscheidung auf dem EU-Gipfeltreffen am 13. Dezember 2002 in Kopenhagen im Zuge der Osterweiterung zum 1. Mai 2004 mit acht mittel- und osteuropäischen Staaten sowie Zypern in die Europäische Union aufgenommen.

Doch vor der Aufnahme führten die Malteser am 8. März 2003 ein Referendum durch. Für einen Beitritt zur EU waren die Nationalkonservativen (PN) während die Sozialisten (MLP) und Gewerkschaften Werbung dagegen machten. Die Wahlbeteiligung bei den 390.000 Maltesern lag bei 91 Prozent die Zustimmung bei 53,65 Prozent und somit leicht über den Erwartungen. Malta hat damit Luxemburg als kleinstes EU-Land abgelöst.

Commonwealth/p>

Durch Maltas Mitgliedschaft im Commonwealth of Nations, dem Staatenbund ehemaliger (zumeist) britischer Kolonien, haben Malteser in manchen dieser Länder, was Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen anbelangt, einen privilegierteren Status als andere EU-Bürger.

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