Kroatiens Geographie
Kroatiens Geographie
Kroatien kann als Ganzes weder eindeutig Mitteleuropa noch Südosteuropa zugeordnet werden. Wissenschaftlich gesehen gibt es keine eindeutige Einteilung. Kulturhistorisch kann man die Gebiete nördlich der Save zu Ostmitteleuropa zählen, die Teile Zentralkroatiens südlich der Save, sowie Istrien und Dalmatien werden meist zu Südosteuropa gezählt.
Die geographische oder tektonische Einteilung Europas schlägt die Gebiete südlich des Alpenhauptkammes und der Karpaten Südeuropa und Südosteuropa zu. Es gibt aber auch kulturelle Einflüsse des Mittelmeerraumes und die Entfernungen sind so gering, dass eine Unterteilung der Republik auf Teilkontinente fragwürdig ist.
Das kroatische Staatsgebiet ist 89.810 km² groß, wovon 56.610 km² auf Land- und 33.200 km² auf Seeterritorium entfallen.
Kroatien lässt sich in vier historische Haupt-Landschaften einteilen:
- Dalmatien - die zerklüftete Adria-Küste ab etwa Zadar südwärts einschließlich der vorgelagerten Inseln und des gebirgigen Hinterlandes mit schönen und historisch bedeutsamen Städten wie Dubrovnik (Ragusa) und Split.
- das Engere Kroatien oder Nordkroatien - das Gebiet von der nördlichen Adriaküste über die Hauptstadt Zagreb bis zur ungarischen Grenze; dieses gliedert sich wiederum in zahlreiche Unterlandschaften:
- das Kroatische Küstenland oder Hrvatsko Primorje um Rijeka und Senj mit den Inseln der Kvarner-Bucht.
- das Gebirgsland des Gorski kotar zwischen Rijeka und Karlovac
- die Hochtäler Lika und Krbava zwischen dem längs der Küste laufenden Gebirgszug des Velebit und dem Grenzgebiet zu Westbosnien.
- das Flachland längs der Save und Kupa um die Städte Zagreb, Karlovac und Sisak, das heute demographisch und wirtschaftlich das Zentrum des Landes bildet.
- das Gebirgsland des Zagorje (auf Deutsch auch Zagorien) nördlich der Hauptstadt Zagreb.
- das Me?imurje im nördlichsten Zipfel des Landes zwischen Drau und Mur
- Istrien - die Halbinsel im Nordwesten der kroatischen Küste
- Slawonien - das Flachland entlang der Flüsse Save (Sava) und Drau (Drava) bis zur Donau (Dunav) im Osten. Dazu werden oft auch die Baranja (nördlich des Unterlaufes der Drau) und West-Syrmien (Zapadni Srijem) (der Ostzipfel Kroatiens zwischen Donau und unterer Save) gezählt.
Die kroatische Küste zieren 1.185 Inseln, von denen allerdings nur 66 dauerhaft bewohnt sind. Zu den größten und bekanntesten zählen Krk, Cres, Rab, Pag, Bra?, Hvar und Kor?ula (von Nord nach Süd).
Nationalparks und Naturparks in Kroatien
- Nationalpark Kornaten (kroatisch Kornati) (Inselarchipel)
- Nationalpark Plitvicer Seen (kroatisch Plitvi?ka jezera) (weltberühmte Wasserfälle)
- Nationalpark nördlicher Velebit
- Nationalpark Paklenica (hervorragende Klettermöglichkeiten)
- Nationalpark Krka bei ?ibenik (berühmte Wasserfälle)
- Nationalpark Risnjak (in der Gebrigsgegend des Gorski kotar nahe Rijeka)
- Nationalpark Mljet (Insel in Süddalmatien)
- Nationalpark Brijuni (Brioni)
- Naturpark Kopa?ki rit (in Ostslawonien)
- Naturpark Papuk (Mittelslawonien)
- Naturpark Lonjsko polje
- Naturpark Velebit (gesamter Gebirgszug)
- Naturpark Medvednica (der "Hausberg" von Zagreb)
- Naturpark U?ka (Gebirge nahe Rijeka)
- Naturpark Tela??ica (bei den Kornaten)
- Naturpark ?umberak-Samoborsko gorje (westlich von Zagreb)
- Naturpark Vransko jezero (im dalmatinischen Hinterland)
- Naturpark Biokovo (Gebirgszug in Süddalmatien)
Geomorphologische Phänomene
- "Crveno jezero" - der Rote See
- Die blaue Grotte (kroatisch: modra ?pilja) auf der Insel Bi?evo in der Nähe von Vis
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