Kultur
Kultur im Ruhrgebiet
Ausgeschöpfte Steinkohlereviere und Industriebrachen werden heute renaturiert, touristisch vermarktet oder anderweitig genutzt.
Einige charakteristische Gebäude wurden Industriedenkmäler, so zum Beispiel die ehemalige Hütte Duisburg-Meiderich, die heute als Landschaftspark Duisburg-Nord bekannt ist. Weitere Beispiele für neue Nutzungen sind der Gasometer Oberhausen, der Nordsternpark in Gelsenkirchen, der Bottroper Tetraeder, die Essener Halde Schurenbach, der Duisburger Innenhafen oder die Jahrhunderthalle (Bochum). Die Zeche und Kokerei Zollverein wurde 2001 von der UNESCO sogar zum Weltkulturerbe erklärt. Auch die Emscher, früher der "Abwasserkanal des Ruhrgebiets", wird seit einigen Jahren renaturiert. In Dortmund entsteht auf einem ehemaligen Stahlwerksgelände der Phoenix-See. Die "Route der Industriekultur", die ähnlich den in Deutschland bekannten "Weinstraßen" oder "Burgenstraßen" konzipiert ist, steuert die wichtigsten industriegeschichtlichen Stätten des Ruhrgebiets an und dient als Ausgangsbasis für die Vermarktung des Ruhrgebiets als Tourismusregion. Mit Großveranstaltungen wie der RuhrTriennale oder den Ruhrfestspielen sowie zahlreichen Theatern, Kunstwerkstätten und Ausstellungen hat sich im Ruhrgebiet eine lebendige Kulturszene etabliert, die vielerorten schon so eingeschätzt wird, dass sie eine der kulturell interessantesten Regionen Deutschlands markiere. Beachtenswert ist dabei auch die Szene moderner Tanzlandschaft, die auf dem Gelände von Zeche Zollverein als PACT Zollverein, jungen Tänzern aus aller Welt ein Forum für den zeitgenössischen Tanz bietet, wie es sonst in der BRD kaum zu finden ist.
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