Lübecks Geschichte

Information

Lübecks Geschichte

Lübecks Geschichte

Die Geschichte Lübecks

Im Osten Holsteins findet die slawische Besiedelung um ca. 700 statt. Bereits auf die Zeit Karls des Großen geht eine erste Ansiedelung nördlich der Lübecker Altstadtinsel zurück.

 

Erste Besiedlung

Dieses slawische Liubice (lieblich), das sich an der Mündung der Schwartau in die Trave befand und heute nach den Ausgrabungen ein wichtiges Bodendenkmal ist, war seit dem 10. Jahrhundert neben Oldenburg in Holstein (Starigard) die wichtigste Siedlung der Abodriten. Das in Liubice sesshafte Geschlecht der Nakoniden lag mit den Wilzen in ständigen kriegerischen Auseinandersetzungen. Eine burgartige Befestigung für diese Zeit ist wahrscheinlich. Nach einer Erwähnung 819 wurde Liubicen erneut um das Jahr 1076 von Adam von Bremen in seiner Gesta Hammburgensis ecclesiae pontificum erwähnt, in der auch von der Steinigung des Ansverus im Jahr 1066 bei Einhaus berichtet wird. Im Jahr 1093 wurden dann die Abodriten in der Herrschaft durch die Wagrier abgelöst. Im Jahr 1138 wurde der Ort von Slawen niedergebrannt.

Deutsche Kolonisation

Die Stadt Lübeck in der heutigen Lage, auf dem Hügel Buku zwischen Trave und Wakenitz, wurde dann 1143 durch Adolf II. Graf von Schauenburg und Holstein neu begründet. 1149 wird Vizelin Bischof in Oldenburg.

Zeit der Hanse

Nach einem Brand 1157 wird Lübeck 1159 durch Heinrich den Löwen wiederaufgebaut. Dieser Zeitpunkt wird heute von Historikern als der Beginn der Kaufmannshanse (im Gegensatz zur späteren Städtehanse) angesehen. Mit der Chronica Slavorum sowohl des Helmold von Bosau wie in seiner Nachfolge des Arnold von Lübeck setzt während dieser Zeit auch die umfassendere schriftliche Überlieferung des Zeitgeschehens in Nordostdeutschland als geschichtliche Quelle ein. 1181 belehnt Kaiser Friedrich Barbarossa in Lübeck Herzog Bogislav I. mit dem Herzogtum Pommern, das dadurch reichsunmittelbar wird. Das Barbarossa-Privileg von 1188 sichert der Neugründung den territorialen Bestand und die Handelsmöglichkeiten. 1226 erlangte Lübeck von Kaiser Friedrich II. mit dem Reichsfreiheitsbrief die Reichsfreiheit und wird reichsunmittelbare Stadt. Die Stadt nahm rasch Aufschwung. Die Bedrohung der Eigenständigkeit durch die dänische Machtausdehnung unter Waldemar II wurde in der Schlacht von Bornhöved erfolgreich abgewehrt. Lübeck wurde zum Hauptort der Hanse (auch "Königin der Hanse") und entwickelte sich zur zeitweise wichtigsten Handelsstadt des nördlichen Europas. Mitte des 13. Jahrhunderts entsteht der Verband der wendischen Städte unter Lübecks Führung und die Hanse wandelt sich zur Städtehanse. 1356 findet der erste allgemeine Hansetag in Lübeck statt.

Die ständigen Auseinandersetzungen mit Dänemark wurden 1370 mit dem Frieden von Stralsund zu einem für die Hanse günstigen Abschluss gebracht. Damit erreichte Lübeck den Höhepunkt seiner Macht im Ostseeraum.

Im 14. Jahrhundert war Lübeck nach Köln die zweitgrößte Stadt Deutschlands und neben Rom, Venedig, Pisa und Florenz eine der fünf Herrlichkeiten des Reiches, gemäß Edikt von Kaiser Karl IV. vom 20. Oktober 1375.


Dieser Artikel basiert auf dem Artikel zu Lübeck aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.