Russlands Wirtschaft

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Der Hauptteil des Bruttoinlandsproduktes wird durch den Reichtum an Bodenschätzen erwirtschaftet. Hierbei sind vor allem Erdöl und Erdgas, Metalle (Nickel, Platin, Gold unter anderem ) sowie Uran, Kobalt und Diamanten zu nennen.

Nach dem Zerfall der Sowjetunion fiel die verarbeitende Industrie (Maschinenindustrie, Autoindustrie) in eine tiefe Krise. Seit einigen Jahren geht es aber mit diesem Industriezweig wieder bergauf, nachdem sich die russischen Erzeugnisse als einfacher und preiswerter als westliche Konkurrenzprodukte profilieren konnten und so Märkte v.a. in der GUS wiedererschlossen wurden und neue Märkte in Asien gefunden wurden. Einer der wichtigsten Handelspartner ist Deutschland, das unter anderem den Großteil seines Erdölbedarfs aus Russland bezieht. Russlands Anteil am gesamten Welthandel ist jedoch vergleichsweise gering und beträgt etwa 2 % (vergleichbar mit dem Anteil Singapurs).

Wirtschaftliche Rahmendaten

Seit dem Machtantritt Präsident Putins erlebt Russland eine wirtschaftliche Erholung mit einem Wachstum, das seit dem Jahr 2000 weit über dem der EU-Länder liegt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs im ersten Halbjahr 2004 gegenüber der gleichen Zeitspanne 2003 um 7,4 Prozent. Die Investitionen hatten sich um 12,6 Prozent und das Realeinkommen der Bevölkerung um 9,8 Prozent vergrößert. Die Verbraucherpreise stiegen um 6,1 Prozent.

Der "Fall Jukos"

Für weltweites Aufsehen sorgte im Jahr 2004 der "Fall Jukos". Der Geschäftsführer des mächtigen privaten Ölkonzerns - einer der durch Aneignung des Staatseigentum reich gewordenen Oligarchen - wurde wegen Steuervergehen inhaftiert. Die russische Regierung fordert Steuernachzahlungen in Milliardenhöhe. Während Kritiker von Russland dem Land vorwerfen, man wolle den neuen Machtfaktor Privatwirtschaft brechen und daran ein Exempel statuieren, wenden Befürworter ein, es könne nicht angehen, dass Jukos dem Staat die Steuern nicht zahlt, außerdem sei der Konzern mit mafiösen Strukturen entstanden.

Stromerzeugung

In Russland soll die Produktion von Atomstrom bis zum Jahr 2020 von derzeit etwa 22 Gigawatt auf etwa 40 bis 45 Gigawatt angehoben werden. Der Anteil des Atomstroms an der russischen Stromerzeugung wird somit von derzeit ca. 15 Prozent auf etwa 33 Prozent anwachsen.

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