Japans Geographie

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Japan ist eine Inselkette, die sich entlang der Ostküste Asiens erstreckt. Die Hauptinseln sind Hokkaido im Norden, die zentrale und größte Insel Honshu, sowie Shikoku und Kyushu im Süden. Dazu kommen ca. 3.000 kleinere Inseln, die sich vor allem in der Seto-Inlandsee und als Ryukyu-Inseln konzentrieren.

Über die gesamte Inselkette verläuft eine Gebirgskette, die ungefähr 73 % der Landmasse Japans ausmacht. Der höchste Punkt Japans ist der Berg Fuji auf der Hauptinsel Honshû mit 3776 m über Nullniveau. Da nur wenig flaches Land vorhanden ist, sind alle größeren Ebenen mit Städten bedeckt. Auch viele Berghänge wurden kultiviert.

Klima

Japan liegt überwiegend in einer Zone mit gemäßigtem Klima. Aufgrund der Länge der Inselkette ist das Klima jedoch trotzdem sehr unterschiedlich ausgeprägt. Auf der nördlichen Insel Hokkaido gibt es sehr kalte Winter, während der äußerste Süden schon in einer subtropischen Zone liegt. Dazu kommt der Einfluss von Winden - im Winter vom asiatischen Kontinent zum Meer und im Sommer vom Meer zum Kontinent.

Im Süden fällt im späten Juni und frühen Juli ein Großteil des Jahresniederschlages als monsunartige Regenfront (jap. baiu zensen).

Japan kann wegen seiner breit gefächerten geographischen Verhältnisse in sechs Hauptklimaregionen eingeteilt werden:

 

  • Hokkaido: Nicht sonderlich starke Niederschläge, aber lange kalte Winter mit größeren Schneeverwehungen.
  • Japanisches Meer: Der Nordwestwind im Winter bringt starken Schneefall. Im Sommer ist diese Region kühler als die pazifische Region, jedoch gibt es hier öfter Föhn.
  • Zentrales Hochland (Chuo-kochi): Typisches kontinentales Klima mit starken Temperaturunterschieden zwischen Sommer und Winter sowie Tag und Nacht, geringe Niederschläge.
  • Seto-Inlandsee: Die Berge der Region Chugoku und Shikoku stoppen den Wind und führen zu einem ganzjährig milden Klima.
  • Pazifikregion: Kalte Winter mit geringem Schneefall und heiße trockene Sommer.
  • Nansei-shoto (Ryukyu-Inseln): Subtropisches Klima mit warmen Wintern und heißen Sommern. Starke Niederschläge vor allem während der Regenzeit, regelmäßig auftretende Taifune.

Naturerscheinungen

Japan liegt an der geologischen Bruchzone zweier tektonischer Platten. Von seinen etwa 240 Vulkanen, die zum pazifischen Feuerring gehören, sind 40 aktiv. In der gesamten Region gibt es nahezu täglich leichtere Erdbeben, in größeren Abständen auch schwere (z. B. Großes Kanto-Erdbeben 1923, Erdbeben von Kôbe 1995). Jedes Jahr findet zum Jahrestag des Kanto-Erdbebens im September eine Übung zum Katastrophenschutz statt.

Im Spätsommer beginnt die Taifun-Saison, bei der vor allem der Süden und Südwesten Japans von über dem Pazifischen Ozean entstehenden Wirbelstürmen heimgesucht wird (z. B. von Tokage im Oktober 2004).

In den letzten tausend Jahren starben in Japan über 160.000 Menschen durch Tsunamis (durch unterseeische Erdbeben ausgelöste Flutwellen). Das Land verfügt heutzutage durch Messbojen im Pazifik über ein effektives Tsunami-Frühwarnsystem. Für die Bevölkerung finden regelmäßig Trainingsprogramme statt, viele japanische Küstenstädte schützen sich durch das Errichten riesiger Deiche. Diese Wälle aus Stahlbeton sind teilweise 10 Meter hoch, bis zu 25 Meter breit und mit stabilen Metalltoren ausgestattet.

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