Öffentliche Verkehrsmittel

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Öffentliche Verkehrsmittel

Öffentliche Verkehrsmittel in China

Nach ca. 2,5 Wochen habe ich es endlich geschafft mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Innenstadt von Shenzhen zu fahren. Besonders die Busfahrten haben es dabei in sich gehabt.

Prinzipiell gibt es 2 Arten von Bussen. Zum einen sind es die Minibusse, die nur lokal in den Vierteln unterwegs sind und zum anderen die Linienbusse. Die Minibusse genießen einen sehr schlechten Ruf, da die Fahrer wirklich alles aus ihren Untersätzen rausholen.

Außerdem nehmen sie keine Rücksicht auf Verluste, egal ob Fahrgast oder anderer Verkehrsteilnehmer. Es scheint nur eine Regel zu geben und die lautet: Bloß keinen Unfall bauen!Die Linienbusse zum Vergleich sind zwar größer, unterscheiden sich aber vom Fahrstil nicht wirklich. Das was sie durch ihre Größe an Macht auf der Straße gewinnen, verlieren sie dadurch, dass sie nicht ganz so agil sind. Insgesamt also ausgeglichen.

Dass die Busse voller Menschen sind, versteht sich von alleine. Daher stand ich ca. 1,5h schön dicht an dicht auf einem Weg. Nur gut, dass mein Kopf deutlich rausragt und ich mich so nicht total eingeklemmt fühlte.

Als besonderes Highlight möchte ich auf die schwarzen Beutel hinweisen, die regelmäßig über den Bus verteilt zu finden sind. Es handelt sich hierbei um Kotztüten. Ich habe, glaube ich, noch nie gesehen, wie jemand in einem Linienbus sein Essen wieder loswerden wollte. Heute brauchte ich direkt beide Hände zum Mitzählen. Das spricht meiner Meinung nach sehr stark für bzw. gegen den Fahrstil. Wobei ich noch Glück hatte und nicht getroffen wurde.

Immerhin griff mein Sitznachbar auf der Hinfahrt in die Innenstadt nach einer Tüte und hielt sie sich vor den Mund. Allerdings erfolglos. Dann lehnte er seinen Kopf an den Sitz des Vordermannes und fing an hin und her zu schwanken. Da hatte ich doch etwas Angst, dass er sein Frühstück loswerden könnte, wenn er gerade bei mir ist. Irgendwann schien er sich aber erholt zu haben und döste in seinem Sitz.

Kurz darauf, entleerte er seinen Magen auf sein rechtes Hosenbein. Da hatte die Tüte in seiner Hand auch nicht mehr viel gebracht. Ich saß Gott sei Dank auf der linken Seite. Irgendjemand im Gang hatte auch noch etwas abbekommen. Aber besser er als ich. Wenigstens ging es meinem Nachbarn danach wieder gut.

Aber wie schon gesagt, war er nicht der einzige. Einige andere Mitfahrer hatten öfters zur Tüte gegriffen, eine 2. Tüte gefüllt oder aber keine in ihrer Reichweite gehabt.

Im Gegensatz dazu gibt es zur U-Bahn eigentlich nichts zu erzählen. Sie wurde vor 2 Jahren eröffnet und ist hochmodern. Nur das Streckennetz ist noch etwas dünn, wird aber in den nächsten Jahren noch kräftig ausgebaut. Dann ist man wohl auch schneller unterwegs. Immerhin habe ich für die 50km in die Stadt 3h gebraucht. Dafür hat die Fahrt insgesamt auch nur 1,40EUR gekostet.